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Rechtsanwalt Wien, Mag. Sascha Flatz

Eigentlich sollte es ja mittlerweile jeder wissen. Es ist verboten, eine andere Person zu sexuellen Handlungen zu zwingen und gilt dies auch in der Ehe! Leider kommt es aber auch vor, dass Personen diesen Vorwurf erheben, obwohl sie wissen, dass er falsch ist. Daher gibt es dann ein gerichtliches Verfahren, in welchem ein Gericht feststellt, wer die Wahrheit sagt. Dafür brauchen Sie jedoch eine absoluten Spezialisten im Strafrecht, dass nicht den Falschaussagen geglaubt wird. Durch genaue Vorbereitung auf die Hauptverhandlung und Analyse sämtlicher Zeugenaussagen und Beweise, ist es für mich als Ihr Strafverteidiger möglich, Falschaussagen zu widerlegen.

Wo liegen die Unterschiede zwischen einer Vergewaltigung, geschlechtlichen Nötigung und sexuellem Missbrauch?

Eine Vergewaltigung gemäß § 201 StGB liegt dann vor, wenn ich eine Person mit Gewalt, durch Entziehung der persönlichen Freiheit oder durch Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben  zur Vornahme oder Duldung des Beischlafes oder einer dem Beischlaf gleichzusetzenden geschlechtlichen Handlung nötige.

Das bedeutet, eine Vergewaltigung ist gegeben, wenn der Täter mit einer Person gegen ihren Willen tatsächlich Geschlechtsverkehr hatte oder eine dem ähnliche Handlung an ihr vorgenommen hat und das Opfer dazu gezwungen hat. Eine Sex- ähnliche Handlung liegt immer dann vor, wenn der Täter etwas in den Körper des Opfers eingeführt hat.

Sofern die Tat keine Vergewaltigung war, kann sie eine geschlechtliche Nötigung gemäß § 202 StGB darstellten. Eine geschlechtliche Nötigung liegt dann vor, wenn der Täter am Opfer geschlechtliche Handlungen vorgenommen hat, die einem Beischlaf nicht gleichzusetzen sind. Für eine geschlechtliche Nötigung reicht es, wenn der Täter mit Gewalt eine geschlechtliche Handlung gegen den Willen des Opfers vornimmt oder das Opfer bedroht und dann die geschlechtliche Handlung vornimmt.

In der Praxis ist dies dann der Fall, wenn der Täter dem Opfer gegen ihren Willen mit seiner Hand zwischen die Beine oder auf die Brüste greift oder es dort küsst oder ableckt. Dann hat er bereits eine geschlechtliche Nötigung begangen, wenn hierbei Gewalt oder eine Drohung im Spiel war. Eine bloß flüchtige Berührung reicht jedoch zur Strafbarkeit nicht aus.

Ein sexueller Missbrauch einer wehrlosen oder psychisch beeinträchtigten Person gemäß § 206 StGB liegt dann vor, wenn der Täter an einer geisteskranken oder betrunkenen Person, oder auch an einer Person ,die gerade aus dem Schlaf aufgewacht ist, eine geschlechtliche Handlung vornimmt. Dafür reicht es schon aus, dass der Täter das Opfer sexuell an der Brust oder zwischen den Beinen berührt.

Achtung: Wird der Beischlaf oder eine dem Beischlaf gleichzusetzende Handlung am Opfer vorgenommen, liegt immer eine Vergewaltigung vor.

Eine Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung gemäß § 205a StGB liegt dann vor, wenn der Täter unter Ausnützung einer Zwangslage oder nach einer Einschüchterung mit einer Person den Beischlaf vollzieht. Dies ist dann der Fall, wenn sich das Opfer aus Angst nicht körperlich zur Wehr setzt und auch keinen verbalen Widerstand wagt, aber in für den Täter erkennbarer Weise mit dessen Handeln nicht einverstanden ist. Der Täter muss aus den äußeren Umständen erkennen können, dass die andere Person seine Handlung nicht will. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn diese Person weint oder sich wegdreht.

Eine sexuelle Belästigung gemäß § 218 StGB liegt immer dann vor, wenn der Täter eine Person durch eine geschlechtliche Handlung an ihr oder vor ihr unter Umständen, unter denen dies geeignet ist, berechtigtes Ärgernis zu erregen, belästigt.

Darunter fallen zum Beispiel Handlungen, welche noch keine geschlechtliche Nötigung oder sonstiges Sexualdelikt erfüllen, aber das Opfer trotzdem belästigen. Dies ist beispielsweise das Opfer gegen ihren Willen am Oberschenkel zu streicheln, an den Po grapschen oder auch Nacktfotos zu versenden oder sonstige exhibitionistische oder geschlechtliche Handlungen vor dem Opfer.

 

Warum brauche ich einen Rechtsanwalt für Strafrecht?

Delikte gegen die sexuelle Integrität (Sexualdelikte) werden nach aktueller Rechtsprechung derzeit besonders streng bestraft. Ich bin bereits seit Jahren als Rechtsanwalt im Strafrecht tätig und konnte in der Vergangenheit verfolgen, wie von den Gerichten immer höhere Strafen verhängt wurden.

Dies hat auch teilweise mit der gesellschaftlichen Entwicklung zu tun, dass die Richter sich genötigt sehen, hohe Freiheitsstrafen zu verhängen. Insbesondere dann, wenn es sich beim Opfer um eine besonders schutzwürdige Person handelt, beispielsweise eine Person unter 18 Jahren, oder das Opfer Verletzungen erleidet, werden sehr hohe Freiheitsstrafen verhängt.

Wie jedoch bereits ausgeführt, kommt es immer wieder vor, dass ein vermeintliches Opfer diesen Vorwurf erhebt, obwohl er falsch ist. Dies ist für den Betroffenen eine enorme psychische Belastung, da bei solchen Delikten schnell eine Vorverurteilung, auch aus dem Bekanntenkreis, stattfindet. Deshalb ist es unbedingt notwendig, dass sobald Sie eines Sexualdeliktes beschuldigt werden, Sie sich sofort an mich als Ihren Rechtsanwalt für Strafrecht wenden, um Ihre Unschuld vor Gericht zu beweisen.

Die konkreten Strafandrohungen zu den jeweiligen Sexualdelikten finden Sie hier. Welche Rechtsmittel Ihnen zur Verfügung stehen, sofern vom Gericht Untersuchungshaft verhängt wurde, finden Sie hier. Meine Erläuterungen über die Möglichkeiten der Verteidigung im Rahmen der Notwehr finden Sie hier.

Dieser Artikel soll lediglich eine kurze Übersicht darstellen und ist ohne Gewähr. Sofern Sie weitere Fragen haben, können Sie mich gerne jederzeit während meiner Kanzleizeiten telefonisch kontaktieren. Weitere Hinweise zu strafrechtlichen Delikten finden Sie hier

Mag. Sascha Flatz, Rechtsanwalt und Verteidiger in Strafsachen in 1010 Wien.

 

Beiträge und Infos zum Thema Vergewaltigung, Missbrauch und (sexuelle) Nötigung:

Verteidigung bei Vergewaltigung, Nötigung, Missbrauch | Versenden von Nacktfotos strafbar?

Rechtsgrundlagen für Sexualdelikte:

§§ 201 bis 205a StGB, § 218 StGB

CategoryAllgemein
Sascha Flatz Rechtsanwalt in Wien in den Bereichen, Strafrecht, Familienrecht, Medizinrecht, hat 4,87 von 5 Sternen 97 Bewertungen auf ProvenExpert.com