STANDARD: Prozess gegen gescheiterte Maturantin, die mit brennender Schule drohte“
Freispruch von Nötigungsvorwürfen: Verfahren gegen Maturantin
Vor dem Landesgericht für Strafsachen Wien verteidigte Mag Fadi Arabo, von der Rechtsanwaltskanzlei Flatz eine 23-jährige Schülerin, der schwere Nötigung gemäß § 106 StGB zulasten eines Schuldirektors vorgeworfen wurde. Dem Verfahren lag eine vermeintliche Drohung zugrunde, das Schulgebäude in Brand zu setzen, falls die Anwesenheit von Medienvertretern bei der mündlichen Matura untersagt würde. Hintergrund des Konflikts waren Vorwürfe der Diskriminierung und Benachteiligung, gegen die sich die junge Frau zur Wehr setzen wollte.
Entlastung durch Beweisführung und Kontextualisierung
Die Verteidigung durch unsere Kanzlei konzentrierte sich darauf, die Glaubwürdigkeit der Belastungszeugen zu erschüttern und den Kontext der Situation zu verdeutlichen. Wir konnten aufzeigen, dass der Mandantin bereits vor dem Vorfall von der Bildungsdirektion bestätigt worden war, dass Journalisten bei einer öffentlichen Prüfung grundsätzlich anwesend sein dürfen. Es bestand somit kein rationaler Grund für eine derartige Drohung. Zudem legten wir dar, dass der Satz die Schule brennt auch als eine Form des Protestes verstanden werden kann. In der Hauptverhandlung wurde deutlich, dass es sich um eine hochemotionale Ausnahmesituation handelte, in der sich die Mandantin ungerecht behandelt fühlte.
Das Gericht folgte unserer Argumentation das unsere Mandantin das Brennen im übertragenen Sinne meinte und sprach sie daher von Vorwurf der schweren Nötigung frei. Durch unsere konsequente Verteidigung konnte eine unverhältnismäßige Bestrafung mit einer Strafandrohung von bis zu 5 Jahren verhindert und die Rechte unsere Mandantin gewahrt werden.
Für weitere Informationen zu diesem Fall lesen Sie bitte den Bericht auf „derstandard.at„.



