KRONE: Eklat nach Derby: Rammte 71-jähriger Fanordner Austrianer nieder?
Freispruch für Fan-Ordner der Austria Wien
Nach einem Wiener Fußball-Derby kam es im Bereich des Stadions zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung gegen einen 71-jährigen Fan-Ordner. Die Staatsanwaltschaft Wien legte dem langjährigen Mitarbeiter zur Last, einen Besucher im Zuge eines Platzverweises gewaltsam zu Boden gestoßen zu haben und erhob Anklage wegen schwerer Körperverletzung gemäß § 84 Abs 4 StGB. Das mutmaßliche Opfer erlitt bei dem Sturz schwere Verletzungen, darunter mehrere Bänderrisse im Knie, und forderte über seinen Rechtsbeistand ein entsprechendes Schmerzensgeld. Der Angeklagte, der als besonnener Pensionist auftrat, jedoch acht Vorstrafen aufwies, plädierte auf nicht schuldig.
In der Hauptverhandlung konnten wir darlegen, dass die Belastungssituation durch das aggressive und stark alkoholisierte Verhalten einer Besuchergruppe ausgelöst wurde. Zeugenaussagen einer Polizeibeamtin bestätigten zudem, dass die betroffenen Personen bereits während des Spiels durch ungebührliches Verhalten aufgefallen waren und einen Platzverweis erhalten hatten. Durch unsere Verteidigungsstrategie konnten wir erhebliche Zweifel an der Darstellung eines tätlichen Angriffs wecken. Das Gericht schenkte schließlich den Ausführungen unseres Mandanten Glauben, wonach kein vorsätzliches Stoßen vorlag. Das Verfahren endete mit einem Freispruch für unseren Mandanten.
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