Strafverteidiger Wien

Ihnen wird ein Diebstahl, Einbruch oder ein Raub zur Last gelegt?

Ich verteidige Sie bei der Polizei und vor Gericht. Aufgrund meiner langjährigen Berufserfahrung als Strafverteidiger, bin ich Experte darin und berate Sie ausführlich und bestmöglichst. Ich stehe Ihnen als Rechtsanwalt und Strafverteidiger in ganz Wien und Niederösterreich zur Verfügung und wenn notwendig auch in allen anderen Bundesländern.

Im Folgenden möchte ich Ihnen eine kurze zusammengefasste Übersicht über diese Delikte geben:

 

§ 127 StGB Diebstahl

Wer eine fremde bewegliche Sache einem anderen mit dem Vorsatz wegnimmt, sich oder einen Dritten durch deren Zueignung unrechtmäßig zu bereichern, ist mit Freiheitsstrafe von bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen zu bestrafen.

 

§ 128 StGB Schwerer Diebstahl

Übersteigt der Wert der gestohlenen Sache den Betrag von EUR 5.000,00 beträgt der Strafrahmen bis zu drei Jahre. Ebenso, wenn es sich um einen Diebstahl während einer Feuersbrunst, Überschwemmung oder wenn es sich um eine Sache aus einem der Religionsübung dienenden Raum oder eine Sache von anerkanntem wissenschaftlichen, volkskundlichen, künstlerischen oder geschichtlichen Wert oder einen Bestandteil der kritischen Infrastruktur handelt.

Übersteigt der Wert der gestohlenen Sache den Betrag von EUR 300.000,00, liegt der Strafrahmen bei bis zu zehn Jahren.

 

§ 129 StGB Diebstahl durch Einbruch oder mit Waffen

Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren ist zu bestrafen, wer einen Diebstahl begeht, indem er in Gebäude einbricht oder ein Behältnis aufbricht.

Mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren ist zu bestrafen, wer  einen Diebstahl begeht indem er in eine Wohnstätte einbricht oder beim Diebstahl bewaffnet war.

 

§ 130 StGB Gewerbsmäßiger Diebstahl und Diebstahl im Rahmen einer kriminellen Vereinigung

Wer einen Diebstahl gewerbsmäßig oder als Mitglied einer kriminellen Vereinigung begeht, ist mit Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren zu bestrafen.

Wer auf diese Weise einen schweren Diebstahl begeht, ist mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu bestrafen. Bricht er dabei in eine Wohnstätte ein, ist er mit Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren zu bestrafen.

Gewerbsmäßig bedeutet, dass der Diebstahl mit der Absicht begangen wurde, sich durch wiederkehrende Begehung von Diebstählen eine fortlaufende Einnahmequelle zu verschaffen.

Unter einer kriminellen Vereinigung versteht man einen auf längere Zeit ausgerichteten Zusammenschluss von mehr als zwei Personen mit dem Ziel, dass von einem oder mehreren Mitgliedern der Vereinigung fortgesetzt bestimmte Delikte ausgeführt werden.

 

§ 131 StGB Räuberischer Diebstahl

Wenn der auf frischer Tat ertappte Dieb Gewalt anwendet oder jemanden bedroht, um die gestohlene Sache zu behalten, ist er mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu bestrafen. Hat die Gewaltanwendung eine Körperverletzung mit schweren Dauerfolgen oder den Tod eines Menschen zur Folge, ist der Täter mit einer Freiheitsstrafe von fünf bis zu fünfzehn Jahren zu bestrafen.

 

§ 136 StGB Unbefugter Gebrauch von Fahrzeugen

Wer ein Fahrzeug ohne Bewilligung des Berechtigten verwendet, ist mit einer Freiheitsstrafe von bis zu sechs Monaten oder mit einer Geldstrafe von bis zu 360 Tagessätzen zu bestrafen. Wendet der Täter dabei Gewalt an, oder entsteht ein Schaden am Fahrzeug von über EUR 5.000,00 ist dieser mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren zu bestrafen.

 

§ 141 StGB Entwendung

Wer sich aus Not, aus Unbesonnenheit oder zur Befriedigung eines Gelüstes eine Sache geringen Wertes zueignet, ist nur mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Monat oder mit Geldstrafe bis zu 60 Tagessätzen zu bestrafen.

 

§ 142 StGB Raub

Wer mit Gewalt gegen eine Person oder durch Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben einem anderen eine fremde bewegliche Sache mit dem Vorsatz wegnimmt oder abnötigt, durch deren Zueignung sich oder einen Dritten unrechtmäßig zu bereichern, ist mit Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren zu bestrafen.

Wer den Raub ohne Anwendung erheblicher Gewalt an einer Sache geringen Wertes begeht, ist mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu bestrafen.

 

§ 143 StGB Schwerer Raub

Wer einen Raub als Mitglied einer kriminellen Vereinigung begeht oder wer einen Raub unter Verwendung einer Waffe verübt, ist mit Freiheitsstrafe von einem bis zu fünfzehn Jahren zu bestrafen.

Wird durch die ausgeübte Gewalt jemand schwer verletzt, ist der Täter mit Freiheitsstrafe von fünf bis zu fünfzehn Jahren zu bestrafen. Hat die Gewaltanwendung jedoch eine Körperverletzung mit schweren Dauerfolgen zur Folge, so ist der Täter mit Freiheitsstrafe von zehn bis zu zwanzig Jahren, hat sie aber den Tod eines Menschen zur Folge, mit Freiheitsstrafe von zehn bis zu zwanzig Jahren oder mit lebenslanger Freiheitsstrafe zu bestrafen.

 

§ 146 Betrug

Wer mit dem Vorsatz, durch das Verhalten des Getäuschten sich oder einen Dritten unrechtmäßig zu bereichern, jemanden durch Täuschung über Tatsachen zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung verleitet, die diesen oder einen anderen am Vermögen schädigt, ist mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen zu bestrafen.

 

§ 147 Schwerer Betrug

Wer einen Betrug begeht, indem er zur Täuschung eine falsche oder verfälschte Urkunde, ein falsches, verfälschtes oder entfremdetes unbares Zahlungsmittel, ausgespähte Daten eines unbaren Zahlungsmittels, falsche oder verfälschte Daten, ein anderes solches Beweismittel oder ein unrichtiges Meßgerät benützt oder sich fälschlich für einen Beamten ausgibt, ist mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren zu bestrafen.

Ebenso ist zu bestrafen, wer einen Betrug mit einem 5 000 Euro übersteigenden Schaden begeht oder wer einen Betrug mit mehr als geringem Schaden begeht, indem er über die Anwendung eines verbotenen Wirkstoffs oder einer verbotenen Methode nach der Anlage der Anti-Doping-Konvention, zu Zwecken des Dopings im Sport täuscht.

Wer durch die Tat einen 300 000 Euro übersteigenden Schaden herbeiführt, ist mit Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren zu bestrafen.

 

§ 148 Gewerbsmäßiger Betrug

Wer einen Betrug gewerbsmäßig begeht, ist mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren, wer jedoch einen schweren Betrug gewerbsmäßig begeht, ist mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu bestrafen.

 

Rechtsgrundlagen:

§§ 127 bis 131 StGB, § 136 StGB

§§ 141 bis 148 StGB

 

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